Jugendsozialarbeit in Berlin: Gemeinsam zum neuen Look im Planetenraum
- 14. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Bei Schule & Beruf Berlin e.V. verknüpfen wir pädagogische Begleitung direkt mit praktischer Erfahrung. Die Umgestaltung des Planetenraums war weit mehr als nur ein neuer Anstrich. Sie war ein Projekt zur Berufsorientierung im Rahmen unserer Jugendsozialarbeit in Berlin. Besonders wichtig war uns hierbei das Mitspracherecht: Die Teilnehmenden haben den Wunsch nach einer Neugestaltung selbst eingebracht und aktiv vorgeschlagen, den Raum umzustreichen.
Dabei standen folgende Aspekte im Fokus:
Pädagogischer Mehrwert: Die Teilnehmenden stärken durch die gemeinsame Planung und Umsetzung ihren Zusammenhalt sowie ihre sozialen Kompetenzen.
Berufliche Orientierung: Durch das Vorbereiten der Wände, das Abkleben und das fachgerechte Streichen werden handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt, die eine wichtige Basis für die Berufswegeplanung bilden.
Praktisches Wissen: Ganz nebenbei lernen die Teilnehmenden Skills, die auch privat Gold wert sind, denn zu wissen, wie man einen Raum professionell renoviert, macht ein Stück weit selbstbestimmter im eigenen Alltag.
Isabellas Bericht:
Das tiefe Blau des Planetenraums
Raum 201 ist ein kleiner Unterrichtsraum mit weißen Wänden, der auf Wunsch der Teilnehmenden umgestaltet werden sollte. Nach ein bis zwei gemeinsamen Sitzungen fiel die Wahl auf die Wandfarbe „Bluejeans“ – passend zu den Planeten, die dort seit 2020 von der Decke hängen (damals ebenfalls von ehemaligen Teilnehmenden selbst gestaltet).
Am 16.02. ging es los: Gemeinsam haben alle Teilnehmenden angefangen, den Planetenraum auszuräumen. Zuerst mussten hunderte Bücher zu verschiedensten Themen aus den Regalen weichen und im Nebenraum untergebracht werden. Unter den Büchern fanden sich vor allem Lehrwerke für unterschiedliche Fächer, aber auch Kochbücher, Romane und vieles mehr. Es war toll zu sehen, wie die Teilnehmenden dabei so interessiert wie noch nie zuvor durch die Bestände stöberten. Nachdem auch die Regale und Stühle draußen waren, wurden die Tische gestapelt, um Platz für die Malerutensilien zu schaffen.
Die Teilnehmenden, die sich zum Malern bereit erklärt hatten, teilten sich in Gruppen auf und bereiteten den Raum professionell vor: Leisten putzen, mit Kreppband abkleben und Schutzfolie auslegen. Drei der vier Wände haben eine Backstein-Struktur. Während eine Person mit der Rolle die großen Flächen abdeckte, kümmerten sich die anderen Helfer:innen mit kleinen Pinseln darum, die letzten weißen Zwischenräume sorgfältig nachzumalen. Die vierte, glatte Wand wurde währenddessen in beeindruckendem Tempo fertiggestellt.
Sobald die Farbe trocken war, wurde in den folgenden Unterrichtsstunden fleißig geputzt, Farbspritzer entfernt und das Kreppband abgezogen. Am 02.03. räumten dann alle anwesenden Teilnehmenden den Raum wieder ein. Dabei war voller Krafteinsatz gefragt, um die Regale in verschiedensten Größen wieder stabil an den Wänden zu verschrauben.
Mit dem Einordnen des letzten Buches und dem Aufstellen der Tische und Stühle ist der Planetenraum nun offiziell fertig. Das dunkle Blau lässt die weißen und holzfarbenen Regale jetzt richtig toll leuchten! Der ursprüngliche Plan, noch Sterne mit Schablonen an die Wände zu zaubern, wurde bisher zwar noch nicht umgesetzt, aber der Raum sieht auch so schon spitze aus.




